Die Tonbandtechnik in der Zukunft

Trotz der sehr stark fortgeschrittenen Digitalisierung im Audiobereich, wird das Tonband wohl hoffentlich nie wirklich aussterben. Es hat nämlich im Vergleich zu den heutigen digitalen Massenspeichern den großen Vorteil länger "haltbar" zu sein. Bei richtiger Lagerung und Archivierung der Bänder liegt die Lebensdauer eines Bandes mit Einschränkungen bei rund 70 Jahren. Neu eingeführte Produkte wie zum Beispiel die Digitale Audiokassette von Philips Anfang der 90er Jahre, oder das Mini-Disc System von "Sony" konnten sich genauso wenig am Consumer-Markt behaupten wie die DAT Kassette (Digital Audio Tape) die hingegen im Studio Bereich einige Jahre relativ erfolgreich als "Master-Medium" diente. Die MD wurde wohl auch nur deswegen "relativ erfolgreich" weil sie in der Werbung uns Kunden sehr stark als was ganz neues und besonders tolles vorgestellt wurde... Sicherlich ist sie praktisch, aber schon der CD kann sie klanglich nicht mehr das "Wasser reichen"... Eine MD erreicht Dank Komprimierung gerade mal 10% der Dynamik einer CD! Wenn überhaupt, dann bietet sie sich als Ersatzmedium für die gute alte Audiocassette an.

"Pro Tools" ScreenshotViele Musiker und Tonstudios produzieren auch heute noch auf 24 Spur Maschinen mit 2 Zoll Bändern. Der Grund dafür - so die Profis - liegt im "Druck" der Aufnahme. Denn eine digitale Aufnahme - selbst mit den besten A/D - D/A Wandlern und einem System von "Pro Tools" oder anderen vergleichbaren digitalen Mehrspursystemen - wird wahrscheinlich nie wirklich die "Tiefe" und "Wärme" einer analogen Bandaufnahme erreichen - zum Glück wie ich finde! Sicherlich ist dies die subjektive Meinung des Autors. Ich glaube aber inzwischen bei einigen Produktionen die klanglichen Unterschiede einer digitalen und analogen Aufnahme heraus hören zu können.

Zwei gute Beispiele dafür sind die folgenden Produktionen:

Eric Clapton - Pilgrim

Eric Clapton - Pilgrim

Dieses Album wurde wie im Cover der CD zu lesen ist auf einem Pro Tools System digital aufgezeichnet. Das Album klingt in der Tat - wie ich sagen würde - "fett". Allerdings fehlt dieser CD das Gewisse Quantum an Wärme. Alles klingt sehr scharf und ist brillant heraus zu hören. Aber genau das ist das Problem. Durch die Schärfe des Klangbildes ist das Zuhören auf Dauer relativ anstrengend.

 

 

Maetallica - Metallica

Metallica - Metallica

Dieses klassische Album der Heavy Metall Band hat sich nicht nur sehr gut verkauft, sondern wurde auch auf einer analogen STUDER 24 Spur Maschine mit 2" Band aufgenommen (im Musikvideo kann man die STUDER ab und zu sehen...). Der analogen Aufnahmetechnik ist sicherlich auch der nahezu ungeheuerliche "Druck" der Produktion zu verdanken. Gerade die Bässe und das Schlagzeug klingen sehr "warm" und schmeicheln dem Ohr der Zuhörers.


Beide Aufnahmen stammen natürlich aus einem musikalisch ganz anderem Genre. Eric Clapton - auch bekannt als "Mr. Slow hand" spielt relativ ruhige Musik und nutzt bei diesem Album viele "Drum Loops". Metallica hingegen sind eine Heavy Metall Band aller erster  Güte und lassen den Zuhörer dies auch teilweise recht deutlich spüren. Trotzdem zeigen beide Alben ganz gut wie analog und digital klingen können.