Über uns

Die Seiten zum Thema Tonbandgeschichte wurden erstmals 2004 veröffentlicht. ChristophHier sehen Sie nun die inziwschen fünfte Version der Seite. Am Anfang stand bei uns das Interesse für Tonbandgeräte der besonderen Art. Christoph (Idee und Umsetzung) war bereits der Betreiber des STUDER und ReVox Infoportal. Dort blieb es nicht aus, dass er eines Tages auch etwas über den einzig wahren Konkurrenten der STUDER Maschinen schreiben wollte. So entstand ein kleiner Bereich zum Thema Telefunken M15A. Kurze Zeit später meldete sich Frank Stegmeier (Recherche, Infotexte und viele Bilder) bei ihm mit einigen Anregungen.

 

Innerhalb weniger Tage war wegen der Fülle des Materials und dem Wissensstand über das Thema von Frank, die Idee geboren, Frankeine eigene Seite zum Thema Telefunken (der eigentliche Erfinder des Tonbandgerätes) und der Geschichte des Tonbandes ins Leben zu rufen. Hier ist sie!

Mit von der Partie war als fachlicher Berater auch Erich Schleicher. Er war Servicetechniker für STUDER und Telefunken und hat sich mit seiner Firma ES-Studiotechnik auf die Reparatur und Wartung dieser Marken spezialisiert.

 



Die Geschichte von Telefunken (und damit der AEG)

Wer oder was ist eigentlich "TELEFUNKEN"?
Ist das eine Marke der AEG? Oder hat die AEG Telefunken gekauft? Oder Telefunken die AEG??

Telefunken hat seine Ursprünge im Kaiserreich und in den militärischen Rüstungsbemühungen von Kaiser Wilhelms II.

Werner von SiemensEnde des 19. Jahrhunderts gab es zwei große Konkurrenten auf dem Gebiet der Funktelegraphie: Die 1847 von Werner von Siemens gegründete Firma Siemens und Halske, und die 1887 gegründete AEG.

Siemens und Halske wurde alleiniger Lieferant der deutschen Heeresverwaltung. Der AEG gelang es, den Auftrag für die Errichtung  sämtlicher Landstationen  der kaiserlichen Marine an der deutschen Ostsee und Nordseeküste zu erhalten. Dies hatte zur Folge, dass innerhalb des deutschen Militärs mit zwei unterschiedlichen Systemen gearbeitet wurde:

 

Adolf SlabyGraf von ArcoDas Heer besaß die Funkentelegraphen von Siemens und Halske, die auf den Patenten von Karl Ferdinand Braun basierten, die Marine Geräte der AEG, nach Patenten von Adolf Slaby und Graf von Arco. Kaiser Wilhelm wollte seine Marine stärken und brauchte für eine sichere Kommunikation zwischen den Schiffen der einzelnen Flottenverbände und auch auch dem Heer ein auch über weite Distanzen funktionierendes Kommunikationsmedium. Denn die Engländer besaßen zu diesem Zeitpunkt bereits das Marconi-System.

Das Zeitalter des Radios hatte schon im Jahre 1886 begonnen, als Heinrich Hertz der Nachweis elektromagnetischer Strahlung gelang. Elf Jahre später begann der Italiener Guglielmo Marchese Marconi aus Bologna damit, Radiowellen zur drahtlosen Übermittlung von Informationen zu nutzen. Er experimentierte aber nicht mit Stimmen oder Musik, sondern mit Morsezeichen. 1906 bewies der Amerikaner Reginald Fessenden, dass auch Stimmen übertragen werden konnten. Die ersten Versuche dessen konnten im Umkreis bis zu 100 Kilometern empfangen werden.

In der Geburtsstunde des Radios, vor allem im Ersten Weltkrieg, lebt die deutsche Funkindustrie von den Aufträgen des Militärs, um Kolonien in Übersee Mitteilungen zukommen zu lassen. Auf die Idee, Unterhaltungsrundfunk auszustrahlen, kommt man damals noch nicht. Erst am 29. Oktober 1923 um 20 Uhr wird in Deutschland aus dem Gebäude der Schallplattenfirma VOX AG Berlin die erste Radiosendung übertragen.

 

Der geschichtliche Ablauf

  • Am 27.Mai 1903 errichteten die AEG und Siemens und Halske die "Gesellschaft für drahtlose Telegraphie mit beschränkter Haftung System Telefunken".

  • Die Gesellschaft hatte ihren Sitz in Berlin. Anfangs hatte Telefunken keine Fertigung und keinen Vertrieb.

  • Am 17.04.1923 wurde der Firmenname geändert in Telefunken, Gesellschaft für drahtlose Telegraphie.

  • Am 29.10.1923 begann der Sender im Telefunken-Haus mit regelmäßigen Sendungen.

  • 1941 ging Telefunken in den alleinigen Besitz der AEG über.

  • 1945 waren alle Produktionsstätten zerstört, die Maschinen entweder auch zerstört, oder demontiert, oder beschlagnahmt. < /br> Trotzdem begann noch im gleichen Jahr der Wiederaufbau, die Fertigung von Röhren und Sendern wurde wieder aufgenommen.

  • Am 04.01.1955 wurde der Firmenname  geändert in Telefunken GmbH.

  • 1958 kaufte die Telefunken die Firma Pintsch-Elektro in Konstanz, wohin dann 1960 die professionelle Magnetbandtechnik umzog.

  • Am 05.07.1963 wurde die Telefunken GmbH  zur Telefunken AG.

  • Zum 01.01.1967 wurden AEG und Telefunken zur AEG-Telefunken verschmolzen...

  • Am 21.06.1979 wurde der Firmenname geändert in AEG-Telefunken Aktiengesellschaft.

  • Am 31.10.1982 wurde das gerichtliche Vergleichsverfahren über das Vermögen der AEG-Telefunken AG eröffnet, am 19.09.1984 wurde das Verfahren nach einem Vergleich wieder aufgehoben.

  • Am 31.03.1983 übernahm Thomson-Brandt S.A. 75 Prozent der AEG-Telefunken Anteile an der Telefunken Fernseh- und Rundfunk GmbH. Der Rest von 25 Prozent sollten am 31.01.1984 folgen.

  • 1985 übernahm die Daimler-Benz AG AEG-Telefunken.

  • 1995 entschied Daimler-Benz, die juristische Person aufzulösen, und das restliche Vermögen auf die EHG Electroholding GmbH zu übertragen. Die AEG-Aktengesellschaft wurde 1996 aufgelöst und auf die Daimler-Benz G verschmolzen (Mitteilung Doris Rangnick, AEG Firmenarchiv, EHG Electroholding GmbH, 08.08.2000)

 

 

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